Auf unseren Rohrverbindern liegen zwei Schutzschichten. Das ist unüblich – und es hat zwei getrennte Gründe.
Die Feuerverzinkung: der eigentliche Schutz
Beim Feuerverzinken nach ASTM A153 taucht das Bauteil in flüssiges Zink. Dabei entsteht keine Beschichtung, die aufliegt, sondern eine metallisch gebundene Legierungsschicht. Der entscheidende Vorteil zeigt sich an Kanten und in Gewinden: Lack zieht sich dort zurück, Zink nicht. Und wird die Schicht verletzt, schützt das umliegende Zink die freigelegte Stelle kathodisch weiter – ein Lackschaden dagegen rostet vom Kratzer aus unter die Schicht.
Die Elektrogalvanisierung: die Oberfläche
Feuerverzinkte Oberflächen sind funktional, aber ungleichmäßig – mit Zinknasen und rauen Stellen. Die zusätzliche elektrolytische Schicht ergibt darüber eine glatte, gleichmäßige Oberfläche. Das ist zuerst eine Frage der Optik, hat aber einen praktischen Nebeneffekt: Der Verbinder lässt sich leichter auf das Rohr schieben und sitzt satter.
Warum die Klemmschraube aus Edelstahl ist
Die Schraube ist das Teil, das im Freien bewegt wird – beim Nachziehen, beim Umbau, beim Rückbau. Eine verzinkte Schraube setzt sich in der Gewindebohrung fest, sobald Feuchtigkeit und Zinkoxid zusammenkommen. Die Schneidschraube aus Edelstahl V2A bleibt gangbar, auch nach Jahren.
Was Zink nicht kann
Gegen Chloride hilft auch Zink nur begrenzt. In Küstennähe, an Schwimmbädern und dort, wo im Winter gestreut wird, ist Edelstahl V4A die langlebigere Wahl. Die Gegenüberstellung aller drei Materialien steht unter Temperguss, Edelstahl oder Aluminium.
Und Temperguss selbst?
Temperguss nach ASTM A197 ist zäher als gewöhnliches Gusseisen: Unter Überlast verformt er sich, statt spröde zu brechen. Bei einem Bauteil, das eine Absturzsicherung zusammenhält, ist das der Unterschied zwischen Vorwarnung und Versagen.